Klettern ist ein sicherer und faszinierender Sport. Allerdings muss in einer Kletterhalle die Sicherheit durch entsprechende Maßnahmen gewährleistet werden. Für die Nordwandhalle steht das Thema Sicherheit an erster Stelle.
Das wichtigste Sicherheitselement ist die aktive Prävention. Das heißt, wir versuchen durch ein ausgeklügeltes Sicherheitskonzept die Entstehung von Unfällen von vornherein zu vermeiden.
Ein wichtiges Element in diesem Konzept ist eine hochwertige Trainerausbildung in der die klettertechnischen Sicherheitsstandards gelehrt werden. Diese werden wiederum über das Kursgeschehen als allgemeine Verkehrsnorm in der Nordwandhalle etabliert. Unterstützt wird das Konzept durch eine offene Hallenarchitektur mit genügend Platz zum Sichern. Wir wollen außerdem eine sicherheitsorientierte Atmosphäre in der Nordwandhalle zwischen den Kletterern schaffen. Das bedeutet, dass untereinander offensichtliche Sicherungsfehler auch offensiv angesprochen werden sollen. Das Nordwandhallenpersonal ist dazu angehalten, dies ebenfalls zu tun.
Zusätzlich vertreten wir aber noch die Meinung, dass das Thema Fallschutzboden eine echte Innovation darstellt und sicherlich in den nächsten Jahren Teil der Industrienorm für Kletterhallen werden wird. Förderung der aktiven Prävention, ist sicherlich der Schlüssel zu einer hohen Sicherheit in der Kletterhalle. Allerdings zeigt sich aber eben auch, dass trotz allergrößter Anstrengungen eine 100% Sicherheit nicht zu garantieren ist.

Ein Fallschutzboden bietet dann, im Fall der Fälle, eine erhebliche Sicherheitsreserve um das Risiko schwer verlaufender Unfälle zu minimieren. Der von uns geplante Fallschutzboden bietet bei einer Aufbauhöhe von 8 cm eine kritische Fallhöhe nach EN 1177 von knapp 3 m (bei HIC 1000). Er leistet dabei einen Kraftabbau von 78%.